Schweigen ist Gold!?

Wenn ein menschlicher Körper mit Gold-Pigment komprett bemalt wird, wird der Bemalte ersticken. Denn Menschen atmen auch durch die Haut.

Als ich das hörte, war ich noch sehr jung. Ich weiß nicht, was die Wissenschaftler heute darüber sagen.

Die schweigenden Menschen werden NICHT respktiert, besonders in Deutschland.
Die nicht respektiereten Menschen werden NIE zugehört.
Obwohl sie schweigsame Menschen ignorieren, haben viele Leute die Tendenz, ihre eigenen Fantasien und Vorurteile den schweigenden Menschen zu zuschreiben. Das ist erstickend.

Die Nachrichten, die Erlebnisse, der Alltag bietet so viele Denkanstöße, die meinen Kopf taglang fesseln. Hier will ich meine persönlichen Meinungen äußern. Die Themen, auch meine Formulierungen können für viele Gäste nicht so einfach sein.
Ich kann kein Silber ernten, aber ich muss mindestens das Gold-Pigment abkratzen.

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Können wir eine Linie sehen?

Die Definition einer Linie ist "eine geometrische Form, die nur eine Länge hat."
Also, wenn wir eine Llinie sehen, ignoriern wir ihre unbedeutende schmale Breite.
Die Existenz von einer Linie an sich ist eine Wahrnehmungsfrage.
In vielen Situationen im Leben benutzen wir die Begriffe von den Linien, wie "Grenzelinie überschreiten", "eine klare Linie haben".
Die Linien existieren doch in unsere Wahrnehmung, und sie verbinden etwas mit etwas und trennen etwas von etwas.

Wenn wir nach etwas die Hand ausstrecken, bewegen sich unsere Willen mit einer Intensität in eine bestimmte Richtung.
Eine solche Bewegung des Geistes zeichnet eine verbindende Linie.
Ich zeichne für die Entwürfe unzählige Linien, bis die Linien diese Intensität haben.
Aber in welcher Richtung wird die Hand ausgestreckt?
Wohin? Nach was? Nach wem?
Was ist diese Korrespondenz von den Linien?
Was empfängt eine Linie? Was antwortet einer Linie?

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Evil Eye

Eines Tages sagte mein Grundschullehrer vor den Schülern, dass die Leute in Amerika oder Europa uns - Chinese und Japaner - "Schlitzauge" nennen.

Diese viel zu grobe Verallgemeinerung schockierte mich. Denn meine Augen waren als Schlitze zu groß, und ich glaubte sie als natürlich und normal zu sein. An jenem Tag und nächsten Tagen beschäftigte ich mich damit, die Augen der Klassenkameraden zu beobachten. Das Fazit: zwar die knappe Mehrheit hatte tatsächlich die Schlitzaugen, aber die andere Schüler (die knappe Minderheit) der Klasse hatten sie nicht.

Nach meiner Ankunft in Deutschland wurde die Sache der "Schlitzaugen" eine ernsthafte Last. Viele Leute wollten unbedingt über meine Schlitzaugen reden. Sogar nannten mich einfach "Schlitzauge".

"Meine Augen sind aber keine Schlitzauge."
"So was sagt man nicht!"
"Warum denn?"
"Jeder weiß, dass Sie ihre Augen operieren lassen haben."
"!?"
"Japanerinnen wollen Gesichter wie Europäers haben. Und in Japan wurde viele Schönheits-Operation praktiziert. Nun, schämen Sie sich, über Ihre Schönheits-Operation zu reden!"

Es gab nicht nur ein solches Gespräch mit nicht nur einem bestimmten Person. Jedes Gespräch endete mit diesem "Halt den Mund, schäme Dich!" - Befehl. Ich hatte keine Chance zu erklären, dass nicht alle Japaner Schlitzaugen haben. Ich habe schon aufgegeben, die Wahrheit zu sagen, und rede ich nie mehr darüber.

Obwohl jeder Deutsche über die japanische Kultur der Schönheitsoperation wissen soll, weiß ich als Japanerin überhaupt nichts davon. Ich kenne nur eine einzige Frau, die eine moderierende Operation machen lassen hat, nachdem sie auf die Nase die Treppe hinuntergefallen war. Ihre Nase sah nach der Operation genau so wie vor dem Unfall aus.

Wenn jemand behauptet, dass asiatisch Frauen unbedingt europäische Gesicht haben wollten, zeigt seine Ansicht: die Asiatischen Gesichter sind hässlich. Wenn jemand so ein Gesicht hat, hat derjenige selbstverständlich das Bedürfnis, es zu reparieren.
Wenn jemand behauptet, dass ich ein künstliches Gesicht haben soll, deutet er an, dass ich unnatürlich-grotesk aussehe.
      - Danke für scheinbar versteckte, aber so offene Kritik!

Als ich das Heimatdorf meiner Großmutter besuchte, fühlte ich mich wohl, weil die meisten von den Dorfbewohnern ähnlichen Augen wie meine hatten. Für mich galt es eine Bestätigung, dass ich kein Frankenstein war. Während ich die beinahe arabischen Augen meines Onkels ansah, fragte ich mich, wie jener Europäer reagieren würde, wenn er in dieses Dorf käme. In meiner Fantasie war er in eine ernsthafte Angst-Panik geraten, denn die reale Welt passte nicht an seinem Vorstellungsbild, welche er die Welt so sehen wollten. Ich schickte das Fantasiebild jenes Mannes schnell nach Europa zurück.

Ich habe diese Augen schon mein ganzes Leben lang. So sind sie für mich völlig normal und kümmere ich mich um weder ihre Ästhetik (ob asiatisch adäquat oder nicht) noch ihre Reparatur. Nur muss ich bewusst sein, dass meine Augen auf einige Leute wie "Evil Eye"-die verdammten Augen wirken. Die Leute reagieren aggressiv auf ihrem Ansicht, dass jemand seinen "vom Gott gegebenen" Körper aus Eitelkeit verändert haben sollte. Sie beziehen ihr Argument ihrer sogenannten Moral auf ihren Gott, wobei sie vergessen, dass die Kreativität des Gottes viel größer als ihre Stereotype-Weltanschauung ist.

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Das heilige Wort - Kultur

Wie definieren Sie Kultur? Nein, ich meine nicht die Bedeutung in Wörterbuch, sondern die Definition, welche Sie denken, wenn Sie “Kultur” sagen. In den alltäglichen Gesprächen wird dieses Wort für die folgenden Sinne gebraucht.

• Die Tradition / z. B. Volksfest, Denkmalschutz, die Wertschätzung der klassischen Werke der Kunst.
• Konsum-Verhalten / z. B. Jugendkultur. Erwachsene und Intellektuelle tolerieren gegen sie, aber über sie wird meistens als minderwertige U-Kultur geredet.
• Ausgrenzen der Fremden
 · Lebensweise, die an einem Ort, Gebiet gebunden ist.
  - die Außenseiter definieren eine unerfreuliche Verhaltensweise als die “fremde” Kultur. Die Ausgegrenzten in einem Kulturkreis sehen auch eine negative Tendenz dieses Kulturkreises als die “ortstypische” Kultur, und verweigern, diese “Kultur” mitzumachen.
 · Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Ausdrucksformen eines Volkes
  - der Stolz auf eigene Nation und Gesellschaft
  - die Exotik. Die Begeisterung dazu bezieht sich nur auf die Fremdartigkeit
• Ein Schlüsselwort zur Berechtigung. Es dient für Forderung des Respekt und der Förderung.

Jedes Individuum benutzt dieses Wort beliebig. Wenn ein Kunstwerk, eine Gestaltung eines Ortes oder eine Aktion auf jemanden gewohnt und erfreulich wirkt, wird das als “seine Kultur” definiert. Es ist kein Wunder, dass Diskussion über “Deutsche-Leit-Kultur” um Millennium-Wende schnell verschwand, weil es keine eindeutige Definition gab.

“Kultur” scheint ein heiliges Wort, das man nicht berühren soll. In mancher Gesellschaft traut sich niemand, den scheinbar allgemeinen Glaube durch eine Fragestellung zu profanieren.

Diskussion Kulturpolitik Ich nahm an einem Diskussion-Abend über Kulturpolitik teil. Diese Veranstaltung wurde von einem Institut einer politischen Partei organisiert und alle mögliche Kunstschaffende wurden eingeladen. Es war die Zeit, in der Staat und Kommune eine drastische Sparmaßnahme zu “freiwilligen Ausgaben” durchgeführt haben. Für die Teilnehmer geht es natürlich um eigenen Anteil des kleinen Kuchens.

Die Äußerungen der Teilnehmer wiederholten sich, dass die Kultur ist für Menschheit unentbehrlich ist, und ihre Aktivität eine heilige Mission ist. Jeder betonte die Wichtigkeit der Kultur, ohne auseinanderzusetzen, was überhaupt die Kultur ist. Die Gebrauch des Wort “Kultur” hüpften beliebig zwischen die oben genannten Begriffe. Keiner war in der Lage, es zu formulieren, warum sie wichtig ist. Eine einzige Ausnahme war diese Formulierung - “Die Ästhetik spielt eine große Rolle in der Charakterbildung eines Menschen. Die fehlende Berührung mit der Ästhetik beeinträchtigt die Entwickelung des Kindes.” Das machte mich stutzig. Kultur und Ästhetik sind keine gleichen Dinge. Gewisse Hässlichkeiten gehören zu der modernen Kunstformen in bildenden Kunst, Theater, Literatur und Musik. Sollen die Kinder vor den “modernen Kunst” behütet werden?

“aber nur E-Kultur”
In Nordrhein-Westfalen gab es eine Demonstration gegen die Subvention für Theater, Orchester u.s.w.. Menschen ohne Berührungspunkt zu Theater forderten die Politik, mehr Steuergeld für “bürgernahe Kultur” wie Sportverein zu geben, statt sie es für die kostspieligen Theater “verschwendet”. Dieser Protest wurde als eine Lächerlichkeit nur kurz erwähnt. Es sah so aus, dass alle Teilnehmer der Veranstaltung dies Ereignis selbstverständlich als lächerlich wahrnahmen.

Die sogenannten E-Kultur-Aktivisten betrachten die Anhänger der U-Kultur als minderwertig. Wobei ist der Unterschied zwischen U und E diffus. Die E-Kultur wird grob danach sortiert;
- Wo sie gezeigt werden (Museum, Konzertsaal)
- Die Medium (Musikinstrumente)
- Form (Film, Literatur)
Aber man spricht kaum über Kunst an sich. Ist Science-Fiction immer U? Ist ein Konzert mit den klassischen Instrumenten immer E?

Um die jungen Leute in den Konzertsaal anzulocken, werden verschiedene Versuche durchgeführt. z. B. “Romeo e Julia” wurde als eine Mischung aus Tschaikowskij und Hip-Pop präsentiert. Bearbeitung von Pop-Musik für klassische Instrument ist in der Praxis des klassischen Konzertes in der Mode.
Auch die vielen “klassischen” Konzertbesucher (Hüter der E-Kultur) bewerten die Musik nach die Mengen des Adrenalins, das von der Aufführung aktiviert wurde.

Die sogenannte U-Kultur kann ein Baustein einer Identität sein. Ich halte es wichtig, dass man in einen bestimmte Lebensabschnitt sich von etwas begeistert und sich hingibt. Wie man mit einem Ding umgeht, ist viel bedeutsamer als das, was es ist. Die Vielen von der älteren Generation haben wahrscheinlich in ihrer Identität “the Beatls” oder “the Rollingstons” haben. Ist das nur ein Unsinn in ihren jungen Jahren?

Gescheiterte Versuch, die Emigranten-Kinder ins Theater zu zwingen
Das Lernen über die europäische Hoch-Kultur gehört zur Integration. Eine Schülergruppe wurde in einen Theater geschickt. Ein arabischer Junge klagte “Es gibt viele sinnvolle Dinge zu tun. Warum muss ich meine Zeit im Theater verschwenden?” Ich kann mir gut vorstellen, warum dieser Versuch misslungen war.

Bis zum Anfang des 20. Jahrhundert galten der Rassismus und der eurozentristischen Kulturbegriff für die weißhäutige Bevölkerung als selbstverständlich. Diese Weltanschauung ist bewusst oder unterbewusst in Kunstwerken präsent. Denn Kunst wird von Menschen für Menschen geschaffen. In den traditionellen europäischen Kunstwerken wurden die farbigen Menschen oft als minderwertig dargestellt.
Othello wird nun als eine menschliche Tragödie interpretiert, aber dieses Stück wurde früher so erklärt, dass Othellos Mohren-Eigenschaft (barbarisch, tierisch) zum Schluss sein gelerntes Benehmen besiegt hatte - Die Farbensymbolik der meist gespielten Oper “Die Zauberflöte” kann nur von den Weißhäutigen problemlos akzeptiert werden.
Eine Aufführung eines Theaterstücks ist auch eine Darstellung der Wertanschauung des Regisseurs. Wenn die Mehrheit der Bevölkerung Ängste vor den fremden Leute haben, wurde eine Geschichte über das Übel der Überschreitung der kulturellen Grenze aus “Undine” gemacht.

Die Vermittler wollten ihre Arbeit als die Aufklärung verstehen. Die Kinder aus bildungsferner Familien sollen Zugang zur mehrwertigen Gesellschaft haben, um “bessere Menschen” zu werden. Die Vermittler der Kultur haben diejenigen Jugendlichen wahrscheinlich zu keiner Aufführung eines belasteten Klassikers geschickt. Aber auch wenn nur harmlose Werken gezeigt werden, können die Jugendlichen fühlen, dass die sogenannte mehrwertige Kultur die gegen sie gerichteten Inhalte in sich versteckt. Die Gegenüberstellung von Minder- und Mehrwertigkeit belasten. Diese Jugendlichen können spüren, dass ihre Leben im Raum eines Theaters als minderwertige Kultur betrachtet wird. Sie lieben sogenannte U-Kultur. Sie sind mit den außereuropäischen Sitten aufgewachsen. Das ist ein Paradox. Müssen diese Jugendlichen die Kunstwerke, die sie als minderwertig betrachten können, verstehen, um die Mehrwertigen zu werden?

für wen machen sie Kultur?
Im Lauf der Diskussion wurde richtungsweisende Erfolge der Aktivitäten präsentiert. - Emigranten und Kinder mitmachen lassen. Die Kunstwerken der traditionellen europäischen E-Kultur stellen die alte Gesellschaft und die alte Denkweise der Europa dar, und sie sind von den Leben der Jugendlichen und der Ausländer fern. Die Leute von der jungen Generation und von der ausländischen Abstammung betrachten, dass die “Hochkultur” gar nicht an sie geht. Dann sollen sie ihr reales Leben in der Form der E-Kultur selbst darstellen.

Dieser Versuch naht sich dem Bereich der Therapie. Es ist bekannt, dass das Äußern eigener Geschichte und eigener Gefühle eine heilende Wirkung auf die Psyche hat. Auch das Spielen eines Musikinstruments soll positive Einflüsse auf die Menschen haben.

Aber wo bleiben die Zuschauer?
Die Fremden können die Leute neugierig machen. Die Leute wollen über die Dinge lernen, die ihnen unbekannt sind. Allerdings sind Kunst und Bericht nicht die selben Sache.
Die Liebhaber der Exotik interessieren sich nur so lange für die Dinge, wenn sie fremdartig wirken. D. h. Solange die Zuschauer das Werk als das Problem von jemanden (nicht eigenen!) betrachten.

Es ist erfreulich, dass Therapeuten und Pädagogen gute Arbeiten leisten. Aber was ist die Arbeit der Künstler? Wozu machen sie die Kunst und Kultur? Wenn wir (Kunst- und Kulturschaffende) die “für wenn / wozu”- Fragen ignorieren, sollen wir unsere Arbeiten als Hobby nennen.

Hohle Phrase hat kein Wert für Stuck des Kuchens
In dieser Zusammenhang definiere ich :     Die Kultur ist die Bausteine der Identität eines Individuums.
Ein Individuum kann denselben Baustein wie meinen haben. Aber Rasse, Religion und Staatsangehörigkeit allein können nicht das Besitz eines gemeinsamen Bausteins garantieren. Jeder ist für die Konstruktion und die Baumaterialien seines Identität verantwortlich.

Durch meinen Versuch, die Kultur mit meinem eignen Wort zu fassen, ist die Wichtigkeit der “Kultur” mir nun klar. Das Unfruchtbare Selbstlob der Kulturschaffenden, das Heranschleichen an Jugendlichen durch verzogenen Formen einer Kunst oder der Zwang auf jemanden zu der vermeintlich mehrwertigen Kultur gehört nicht zum Sinn der Kultur. Das viel zu einfache Kategorisieren der wertvollen und wertlosen Kultur lenkt die Leute vom eigentlichen Sinn der Kultur ab, und verursacht eine unnötige Spaltung der Gesellschaft. Es ist höchste Zeit für eine ehrliche Auseinandersetzung über das Wesen der Kultur. Das bringt in die Arbeit der Kulturschaffenden mehr Respekt vor der eigenen Hingabe und vor den Empfängern.

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Weihnachtszeit ist Spendenzeit

Wenn Weihnachten sich naht, werden die Spendensammler aktiv auf der Straße.

Es gibt so viele Probleme, über die wir nicht wissen. Meisten sind doch die Probleme, die wir schon in den Nachrichten gehört und vergessen haben. Die Spendensammler sind die Gruppe der Menschen, die den Betroffenen helfen, und sie sind auch die Informationsgeber über diese vergessenen Probleme.

Es war einmal, als die Kinderarmut noch kein Diskussionsthema in Deutschland war. Die Fußgängerzone einer Großstadt war von der vorweihnachtlichen Atmosphäre belebt. Ein junger Man rasselte eine Dose, die mit Münzen halbvoll gefüllt war, und rief “für deutsche Kinder!”.

Ich war schockiert, und fragte
“Was für Kinder sind sie?”
“... DEUTSCHE Kinder”
“Nein, ich frage, ob sie Waisen sind, oder ob sie an bestimmter Krankheit leiden. Ich habe gedacht, dass Deutschland ein wohlhabendes Land ist. Wie kamen diese Kinder in solchen Umstand, dass sie auf die Spende angewiesen sind?”

Der junge Man lächele. Es war das aller charmanteste Lächeln, das ich je gesehen hatte. ..... und er gab mir ein Bonbon.

Ich hatte einige Sekunden gebraucht, bis ich die Situation begreifen konnte. Schon warf eine nächste Passantin eine Münze in die Dose, dann kam die nächste Spender. Der junge Man sah ziemlich erfolgreich aus.

Wenn ich um Kleingeld gebettelt wurde, und nicht sofort meine Geldbeutel griff, wurde ich öfter geschimpft. Ich hatte mich daran gewöhnt. Die Wortwahlen der Schimpfer standen meistens im Zusammenhang mit meinem Herkunft. Mein Aussehen gehörte zu einer Rasse, die die viele Leute als asozial und unmoralisch betrachten wollten. Aber der junge Man hatte meine ehrliche Weise erkannt. Das war was zum Feiern. Ich gönnte mich eine kleine Feier. Ein Bonbon war genau passend dafür. Wie lecker schmeckte jener Bonbon!!

Schließlich war der Aufruf “für deutsche Kinder” keine komplette Lüge. Wahrscheinlich waren jene deutschen Kinder ein Bisschen zu alt. Außerdem waren sowohl der Spendensammler auch die Spender glücklich. Jemand kümmert sich um Problem des jemandes. Ohne darüber zu denken, konnten die Leute etwas Soziales und Gutes leisten. Das moralische Selbstwertgefühl der Leute war befriedigt. - Alle waren glücklich.

Ich wünsche allen Menschen eine glücklichen Weihnachtszeit!

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Nagasaki - die vergessene Atombombe-Stadt

japanische Besonderheiten der Geschichte ereigneten sich in Nagasaki.
Japan hat einige Besonderheiten in der Weltgeschichte. Zum Beispiel:

· Atombombenabwürfe 1945
· Abschließungspolitik 1639 - 1854
· Mission des Christentums und seine Verfolgung 1549 - 1873

Gut informierte Deutsche wissen diese Besonderheiten. Aber viele Leute denken nur an Hiroshima, wenn man über Atombombe spricht. Viele Leute verstehen die japanische Abschließungspolitik als eine absolute Isolation. Viele Leute können nicht glauben, dass das seit 16. J. H. anhaltende Christentum in Japan existiert.

Diese drei Geschichten wurde überwiegend in der Stadt Nagasaki und ihrer Umgebung gespielt. Die Informationen aus einem Reiseführer für diese Stadt können das allgemein verbreitete Japan-Bild erneuen, sogar eine neue Dimension in unsere weltgeschichtliche Kenntnis bringen.

Christentum - Weltkulturerbe / Mission und Verbot
Der im 16. Jahrhundert neu entdeckte Schifffahrtweg aus Europa lief südwärts die Westküste des Afrikas entlang, dann über Indien nach Ostasien. Das Gelände und die Lage der Südküste von Kyushu (die Südlichste von den vier japanischen Festlandinseln) boten den europäischen Schiffen einen begünstigten Eingang an.

Franz Xaver, ein jesuitischer Missionär landete in Jahr 1549 auf Kagoshima. Er war überwiegend in der Insel Kyushu und ihrer Nachbarpräfektur tätig. Auch die nachfolgenden Missionäre bildeten ein gutes Verhältnis mit den Herrschern in Kyushu und genossen Unterstützung. Viele lokale Fürsten, dann zwangsläufig auch ihre Untertanen konvertierten zum Christentum.

Die Länder, die ihre Schiffe nach Fernost senden konnten, waren Kolonialmacht und Eroberer. Der Herrscher des ganzen Japans, Hideyoshi Toyotomi sah die Gefahr, dass auch Japan in den Wettlauf der Europäer um die Macht involviert werden konnte. Zudem waren nicht alle Christen friedfertig und tolerant gegenüber den anderen Religionen. Hideyoshi befahl das Verbot der missionarischen Aktivitäten im Jahr 1587. Auch nach diesem Erlass befanden sich europäische Missionäre immer noch auf dem japanischen Boden, weil das Verbot nicht für die Glaube an sich, sondern für die Mission galt.

Nachdem ein brüchiges spanisches Handelsschiff an Japan gestrandet war, entschloss Hideyoshi, seinem Befehl gegen christliche Mission einen klaren Ausdruck zu geben. Die Historiker erklären, dass das Fehlverhalten der Seeleute Hideyoshis Skepsis und Abneigung gegen die christlichen Missionäre entflammtet haben soll. 1597 wurden zum ersten Mal in Japan die Christen wegen ihres Glaubens offiziell hingerichtet. Papst Pius IX sprach diese 26 Märtyrer heilig. Der Hinrichtungsplatz war in Nagasaki, wo viele Christen lebten, und sie sollten das Martyrium ansehen. Dieser Hügel wurde immer wieder zur Hinrichtung der Christen genutzt. Dort stehen heute eine Gedenkstätte und ein Museum.

Kakure(verborgene)-Kirishitan(Christen)
Nach einige dubiosen oder unglücklichen Ereignissen erließ der japanische Zentralherrscher den Befehl zum Verbot des Christentums im Jahr 1614. Doch gab das einfache Volk seinen christlichen Glauben nicht auf, sondern verbarg ihn. Die Überlieferung der Katechese und der Rituale erfolgte mündlich, weil ein geschriebener Text ganzen Dorfbewohner hätte gefährden können, falls er in die Hände eines Inquisitors gekommen wäre. Die Bergen und das Meer in der Region um Nagasaki isolierten ihre Dörfer voneinander. Der Katholizismus in dieser Region nahm die Elemente der indigenen Religion während der 250 jahrelangen Verborgenheit.

Wiederentdeckung der Gläubigen
Die Gläubigen sehnten sich danach, frei und offen ihren Glauben zu praktizieren, vor einem Priester ihre Beichten abzulegen, und authentische Lehre zu erhalten.

1853 öffnete Japan seinen Hafen unter dem Zwang der USA, schloss danach mit den verschiedenen Ländern Handelsverträge ab, darunter auch France. Das Christentum war noch verboten, jedoch erlaubte damalige japanische Regierung den Ausländern die Ausübung ihrer Religion. Die Französen bauten für ihre Landleute eine Kirche in Nagasaki. Sie hatten doch die missionarische Absicht. Sie hoffte auch, dass das Christentum die 250 jahrelange Verfolgung überlebt hatte. Weniger als ein Monat nach der Eröffnung der Kirche tauchte eine Gruppe von Japanern vor dem Priester auf. Sie offenbarten, dass sie Christen seien. Die katholische Kirche feiert auch heute diese Wiederentdeckung als ein Wunder.

Dies Ereignis hatte auch eine schwerwiegende Konsequenz. Die Christen wurden von diesem Ereignis ermutigt, und besuchten diese Kirche immer wieder, auch aus den entfernenden Dörfern und Inseln. Schließlich praktizierten sie offen ihr Glaubensleben, obwohl das Verbot noch nicht aufgehoben war. Das verursachte die letzte große Verfolgung der Christen. Wiederum war die massive Kritik aus dem Ausland gegen diese Verfolgung das Anlass, dass die Meiji-Regierung das Verbot des Christentums aufhob.

Nach der Aufhebung des Verbots bauten die japanischen Christen ihre Kirchen. Die französischen Missionäre hatten gute Kenntnisse in der Architektur, und konnten die Kirche konstruieren. Ein begabter japanischer Zimmerman, Yosuke Tetsukawa hatte das architektonische Wissen von den Missionären gelernt, und baute zahlreiche Kirche. Die Vielfalt von den Stilen und den Materialien der Kirchen in der Region zeigen eine Mischung von europäischer- und asiatischerKultur.
Die Verborgenen christlichen Stätten in der Region Nagasaki wurden 2018 in die Liste der UNESCO-Kulturelbe aufgenommen.

Jene "wiederentdeckten Christen", die in der neuen französischen Kirche den Priester ansprachen, waren aus dem Stadtteil Urakami, der damals ein Dorf war. Die Urakami-Christen waren von der letzten Verfolgung besonders schwer betroffen. Die Ordnungsmacht deportierte ganzes Dorf, 3394 Personen. Jeder 5. von ihnen konnten nicht überleben.

Die Überlebenden stärkten ihren Glauben durch das Leiden während der Deportation, und begann, eine große Kirche im Romanischen Stil in ihrem Dorf zu bauen. Trotz der Seuchte und der Armut spendeten sie Geld und Arbeitskräfte. Auch großzügige Spende und persönliche Aufopferungen der ausländischen Helfer ermöglichten die Fertigstellung der Kirche im Jahr 1914.

Diese Kirche stand nur 31 Jahre.

Zweite Atombombe
9. August 1945 um 11:02 Uhr explodierte die zweite Atombombe in 500 m Entfernung von dieser Kirche. Das Gebäude brach samt den Leuten in ihm zusammen, und brannte aus.

Viele Leute wissen nicht, dass die zweite Atombombe über den Köpfen der Christen explodiert ist. Über dem Altar der Urakami-Kirche war eine Holzstatur von Maria Immaculata gestanden. Man hat in dem Trummer ihren Kopf gefunden. Hibaku-Maria (von der Atombombe beschädigte Marienstatur) reiste als ein Friedensbote nach Vatikan, Spain und Hauptsitz des UN-Sekretariats in USA. Dieser Kopf sitzt heute in einem kleinen Altar in der neugebauten Urakami-Kirche.

In der Nähe des Explosionszentrums gibt es ein Atombombenmuseum und Andachtsstätten. Das Museum ist kleiner als das gleichgesinnte Museum in Hiroshima, aber die Ausstellung ist systematisch. Ein Besuch lohnt auch einem Touristen, der nur begrenzte Zeit zur Verfügung hat.

Abschließungspolitik / Dejima
Das Misstrauen der herrschenden Tokugawa-Dynastie (die Nachfolgerin der Toyotomi-Dynastie) gegen die portugiesischen Missionäre und Handler wuchs immer mehr. Jedoch wollte sie Waren und Informationen aus Europa nicht verzichten. Sie hielte den Hafen von Nagasaki aufrecht. Wobei wurde das Kontakt der Europäer mit den Einheimischen streng kontrolliert. 1636 wurde eine gesperrte Insel in Nagasaki gebaut. Die europäischen Händler dürften sich nur dort aufhalten. Diese Insel hieß Dejima.

Tokugawa-Dynastie hatte hauptsächlich das Misstrauen gegen Portugal und Spain. Sie fand einen alternativen Handelspartner. Niederland war evangelisches Land und sie konnte christliche Mission verzichten. Tokugawa Iemitsu verbot 1639 den portugiesischen Schiffen die Anlegung in japanischen Hafen. Auch Niederländer wurden 1641 gezwungen, nur in Dejima niederzulassen.

Die Geschichte einer Hafenstadt ist oft ein Teil der Weltgeschichte
Ich besuchte Nagasaki im vergangenen Sommer. Während meines kurzen Besuches konnte ich nicht alle interessante Stätten besichtigen. Trotzdem habe ich von dieser Reise Vieles gelernt. Nagasaki ist nur eine Stadt, aber ein Besuch zu ihr ist einige Geschichteunterrichtsstunden wert.

Ich habe hier meine aufgefrischte Geschichtskenntnis zusammengefasst. Ich hoffe, dass die Leser sich vergnügen können.

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Atombomben

In Nagasaki und Hiroshima leben noch die Opfer der Atombombenabwürfe und ihre Verwandten. Mein letzter Besuch in Nagasaki machte auf mich den Eindruck, dass diese Überlebenden Verantwortung tragen, indem sie ihre Erinnerung an der Atombombe lebendig halten und Informationen aus ihrer Erfahrung den nachkommenden Generationen und der weiteren Menschheit weitergeben.

Das ist ein Appell zum Verzicht der Atomwaffen und zum Weltfrieden. Was ein Kriegsopfer dafür machen kann, dass ihre Geschichte nirgendwo in der Welt wiederholen wird, ist Erzählen.

zwei Museen
Sowohl in Hiroshima auch in Nagasaki, in der Nähre des Explosionszentrums haben die Bürger der Stadt ein Museum gebaut, um zu informieren, was Atombombenexplosion wirklich bedeutet.

Einige Besucher bemängeln, dass das Museum kaum die Gräueltat der japanischen Armee zeigt. Die Einige werfen vor, dass die Selbstdarstellung des Tätervolks als Opfer abstoßend ist.

Die Wahrnehmung eines Museumsbesuchers wird im allgemein von seiner emotionalen Einstellung beeinflusst. Selbstverständlich kommen viele Besucher mit ihrer eigenen Erwartung ins Museum. Aber man soll kein fachfremdes Exponat in einem Museum erwarten. Diese Museen sind keine Museen für den zweiten Weltkrieg, sondern Museen für Dokumente über Atombombe.

Es gibt keinen Sinn im Kontext des Wesens der Atombombe, Täter und Opfer nach den jeweiligen Nationen zu teilen. Unter den Opfern waren auch Ausländer. Die Atombombenabwürfe waren bekanntlich Experimente, aus denen die Teilnehmer des amerikanischen Atombomben-Projekts Zerstörungskraft und Auswirkungen auf menschlichen Körper abmessen wollten. Die Opfer der Atombombenabwürfe waren Versuchsobjekt. Egal, welche Nationalität sie hatten, hatten die Bomben auf ihre Körper gewirkt.

Zu den Daten, die USA in Hiroshima und Nagasaki gesammelt haben, hat nicht Jeder freien Zugang. Auch Bilder der Opfer und der zerstörten Stätten sollten an Öffentlichkeit in USA für langen Zeiten nicht gezeigt werden.

Die Wirkungen einer Atombombenexplosion
· sofortiges Sterben
· Verletzung durch Hitze, Luftdruck und zerstörte Gegenständen
    / Viele von den Verletzten starben innerhalb einiger Monaten.
    / (Fast) Jeder Verletzte ist einer von der halb gebrannten, doch lebendigen Menschenmenge.
· atomare Strahlung
    / Auswirkung zeigt sich noch jahrelang später.

Nur eine einzige Bombe richtet auf mehreren hunderttausenden Menschen solche Schäden an. Wenn wir über Atombombe denken, sollen wir alle diese drei Aspekte berücksichtigen. Sonst verharmlosen wir das Wesen der Atombomben.

Die Wirkung einer Atombombe-Explosion ist nicht bekannt genug.
Wenn die Bürger in einer demokratischen Gesellschaft keine Kenntnis von der Auswirkung der Atombombenexplosion haben, dann ist keine Entscheidung über Einsatz einer Atombombe möglich.

Ein Dokumentfilm berichtete über die Strahlungsopfer des Atomwaffentest am Bikini-Atoll.

Die Soldaten "von den niedrigen Rängen" hatten ihre freie Stunde und genossen das Baden im Meer. Sie wussten, dass eine stärke Bombe getestet wurde. Da stieg eine riesige Pilzwolke. Die Soldaten jubelten über den Erfolg des Tests, und sprang ins Wasser, während höhere Offiziere in den geschützten Räumen saßen.

Ich habe diesen Film vor mehreren Jahrzehnten gesehen. Auch heute werden Einwohner in der Nähe eines Testgeländes auf das nukleare Toxin erst aufmerksam, wenn die vermehrten Krankheitsfälle in der Region auffällig werden.

Die Rechtfertigung für nukleäre Waffe
Viele Leute meinen, dass Japan den Atombombenabwurf verdient hat. Auch Bürger der Atommacht äußern solche Vergeltungslogik. Wollen sie Atombomben auf die "Schuldigen" abwerfen, wenn sie denken, dass eine Volksgruppe einen Atombombenabwurf verdient hat? Wir haben vielleicht nur Glück, dass wir seit 1945 keinen atomaren Krieg erleben.

Die nukleäre Ausrüstung wird mit der Abschreckung der gegnerischen Atommacht rechtfertigt. Die Atommächte drohen gegenseitig mit der Vernichtung der Leben der gegnerischen Bevölkerung. Das ist "Geiselnahme ohne Gefängnis". Der Einsatz der Atombombe wurde (von den Leuten, nicht offiziell) mit der Vergeltung rechtfertigt. Von der Vergeltung an einer Staatsangehörigkeit, einer Rasse oder einer Religion zu einem Genozid ist nicht weit. - Was ist der Unterschied zwischen einem Staat und Terroristen?

Die Denkweise der Anderen kann man nicht ändern, aber man kann fordern, dass kein Ignorant über Existenz und Schaden der hunderttausenden menschlichen Leben entscheiden soll. Immerhin explodiert eine Atombombe nicht ohne Kollateralschaden.

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